Aktuelles im 1. Quartal 2018

23.01.2018: In der Großen Grabenniederung steht dank der kräftigen Regen­fälle der letzten Monate das Wasser so hoch wie seit etlichen Jahren nicht mehr, und der eben­falls meist kräftige Wind hat die unter den letzten Nacht­frösten ent­stan­dene Eis­decke wieder weit­gehend ver­schwin­den lassen. So ist die Niede­rung wieder ein beliebter Über­nach­tungs­platz für nordische Gänse, ins­beson­dere Bläss- und Weiß­wangen­gänse. Und auch die Zahl der Sing­schwäne hat nun immerhin die 100 überschritten; dazu kamen heute noch weitere ca. 70, die zum Über­nachten von ihren Tages­einständen westlich der Havel herüber­flogen.
Nachtrag 24.01.: Inzwischen sind es (einschließlich der Über­nachter) über 200 Sing­schwäne in der Großen Graben­niede­rung …

02.03.2018: Nun ist er doch noch gekommen, der Winter. Mit kräftigem Dauer­frost, aber leider ohne Schnee. Die Seen sind zuge­froren, die Havel noch nicht – trotz­dem sind die meisten Sing­schwäne aus der Umgebung des Gülper Sees ver­schwun­den. Dagegen rasten zur Zeit tausende Kraniche in der Region, die sich vom Winter­wetter offen­sicht­lich nicht abschre­cken lassen. Unter­dessen ist der Wasser­stand in der Großen Graben­niederung und der Havel­aue unter­halb des Grützer Wehrs wieder kräftig zurück­gegangen.

12.03.2018: Inzwischen ist es wieder milder geworden (gestern sogar kurz­fristig bis 15°C), aber das Eis ist noch nicht weg; der Gülper See z.B. war gestern immer noch völlig zuge­froren. Trotz­dem lässt sich der Früh­ling nicht mehr auf­halten. Nach­dem die hiesigen Kraniche längst ihre Reviere besetzt haben, ziehen nun die nordi­schen Art­genossen durch und machen zu Hunderten Rast in der Region. Im Gegen­satz zum Herbst haben sie es aber eilig und bleiben immer nur kurz, um schnell etwas zu fressen – oder zum Über­nachten. So hat man am ehesten morgens oder abends die Chance, eine Gruppe auf einem Acker zu entdecken. Auch andere Zug­vögel kehren nun zurück oder machen Rat auf ihrem Heim­weg, wie Rot­milane, Kiebitze oder Feld­lerchen. Und natür­lich, wie immer um diese Zeit, die vielen tausend Bläss­gänse …
Nachtrag 13.3.: Der Gülper See ist wieder eisfrei. Rastende Kraniche sind besonders in den Niede­rungen der Unter­läufe von Rhin und Dosse zu beobachten. Und v.a. morgens kann man jetzt schon wieder Saat- und Bläss­gänse hoch Richtung Ost oder Nordost ziehen sehen, die sich auf die nächste Etappe Richtung Brut­gebiet gemacht haben.

19.03.2018: Die neuerliche Frostperiode mit Ostwind hat speziell bei den Krani­chen zu einem Zugstau geführt – einige tausend rasten z.Z. in der Region, beson­ders viele z.B. im Unteren Rhin­luch. Der heftige Wind der letzten Tage hat das Zufrieren des Gülper Sees zunächst ver­hindert; nun hat der Wind nach­gelassen, und prompt friert der See wieder zu … – Nachtrag 22.03.: Der Gülper See ist wieder eisfrei.