Aktuelles im 2. Quartal 2010

04.04.2010: Bei den Vögeln ist der Höhe­punkt der Zug­zeit erreicht, und da einer­seits einige nor­dische Gänse (u.a. meh­rere hun­dert Bläss­gänse) immer noch und anderer­seits viele Zug­vögel (z.B. auch die ersten Schaf­stelzen) bereits da sind, lassen sich zur Zeit sehr viele verschie­dene Arten beobachten, darunter auch die eine oder andere Rarität, wie (immer noch) drei Rothals­gänse. Der Wasserstand ist überall nach wie vor recht hoch.

15.04.2010: Wieder einmal gab es bisher im Früh­jahr wenig Regen – seit zwei Wochen ist es praktisch trocken, und auch vorher hat es nicht viel geregnet. Der Havel­pegel ist deutlich gesunken, und in der Havel­aue gibt es nur noch kleine Wasser­lachen. In der Großen Graben­niede­rung wird das Wasser dagegen noch gehalten, und auch im Gülper See steht es noch ziem­lich hoch.

20.04.2010: Die Havelaue unterhalb des Grützer Wehrs ist mittlerweile so gut wie trocken – und weiter­hin ist kein Regen in Sicht. Ober­halb von Grütz und in der Großen Graben­niede­rung wird das Wasser aber noch gehalten, und so sind hier noch viele Gründel­enten (besonders Spieß- und Löffel­enten) und auch einige Limi­kolen zu beobachten, z.Zt. besonders Kampf­läufer. Die Männ­chen mausern gerade ins Pracht­kleid und beginnen bereits zu balzen. Derweil sind am Gülper See die Trauer­seeschwalben ange­kommen, und über 20 Zwerg­möwen rasten hier.

25.04.2010: In der Großen Grabenniederung ist der Wasser­stand bereits deutlich gefallen. Noch sind viele hundert Enten hier, vor allem Löffel- und Krick­enten, aber auch alle anderen Gründel­enten lassen sich hier beob­achten. Beim Limi­kolen­zug ist gerade ein Höhe­punkt erreicht – mehrere Dutzend Grün­schenkel und über 200 Kampf­läufer rasten zur Zeit nördlich von Parey, neben einigen Bruch- und Dunklen Wasser­läufern. Derweil halten sich auf den Gülper See immer noch zahlreiche Zwerg­möwen auf – ein Orni­tho­loge hat im Internet sogar 300 gemeldet!

09.05.2010: Der Wasserstand in der Großen Graben­niede­rung ist bisher nur lang­sam gefallen, immer noch stehen weite Flächen unter Wasser, wenn auch groß­teils nur wenige Zenti­meter. Das ist aber ideal für die zahl­reichen Limi­kolen, die hier zur Zeit rasten, vor allem Bruch- und Dunkle Wasser­läufer. Neben vielen nicht­brüten­den Krani­chen ist nördlich von Parey auch regelmäßig ein Schwarz­storch zu beobachten.

Weißflügelseeschwalbe03.06.2010: Nach (z.T. arbeits­bedingt) längerer Pause heute endlich wieder aktuelle Mel­dun­gen: Dank dem bisher sehr nassen Mai ist der Wasser­stand in der Großen Graben­niede­rung immer noch ziemlich hoch. Dies hat nicht nur einige wenige Lach­möwen-Paare zum Brüten animiert, sondern auch viele Trauer- und Weiß­flügel­seeschwalben ange­lockt, dazu auch einzelne Weiß­bart­seeschwalben. Außer­dem sind, neben einem Schwarz­storch, regel­mäßig Fisch­adler zu beob­achten, die aus den flachen Lachen die Fische holen, die den Weg zurück in die Gräben nicht mehr gefun­den haben. Leider steht zu befürchten, dass die See­schwalben nicht mehr zum Brüten kommen werden, da das Wasser bereits abge­lassen wird und außerdem nun trocke­neres Wetter ange­kündigt ist.