Aktuelles im 4. Quartal 2007

02.10.2007: Inzwischen übernachten bereits wieder über 20.000 Saat- und etliche 100 Blessgänse sowie über 2.000 Kraniche am Gülper See. Auch einzelne Weiß­wangen­gänse wurden schon gesehen. Der Strand­läufer­zug ist in vollem Gange ...

13.10.2007: Bereits drei Wochen früher als im Vorjahr ziehen heute bei sonnigem „Polarluft­wetter“ die ersten Kraniche durch.

22.10.2007: Nachdem zwischen­zeitlich der Wasserstand im Gülper See sehr hoch war (und es inzwischen schon wieder ist), übernachten hier seit mehreren Wochen nur noch höchstens einige hundert Kraniche. Der abendliche Einflug der nordischen Wildgänse ist nach wie vor sehr beeindruckend – wenn man auch mittler­weile oft bis in die späte Dämmerung warten muss. Während von Westen und Südwesten nur kleine Gruppen kommen, ist der Himmel in nördlicher und östlicher Richtung zeitweise „übersät“ mit Gänsen. Die Zahl der über­nachten­den Gänse lässt sich nur noch schwer schätzen; auf jeden Fall sind es mehrere Zehntausend. Die besten Standorte zum Beobachten sind nordöstlich vom See (Schöpf­werk am Bären­graben) und südöstlich, am Seedeich bei Prietzen.

23.10.2007: In der ehemaligen Havelaue südöstlich von Gülpe (Große Graben­niederung oder Pareyer Luch) sind wieder regelmäßig Raubwürger, Kornweihen und Silberreiher zu beobachten. Ansonsten geht es hier noch eher ruhig zu; nur ein paar hundert Saat- und Blessgänse halten sich regelmäßig in den Wiesen südwestlich von Wolsier auf. Auf dem Gülper See waren am Mittag kaum nordische Gänse, aber dafür noch mindestens 500 Graugänse, die wegen eines vorbei fliegenden Seeadlers gerade von einer Seite des Sees auf die andere flogen.

03.11.2007: Inzwischen halten sich wieder deutlich weniger nordische Gänse im Gebiet auf als noch vor etwa zwei Wochen – die Haupt-Durchzugs­welle scheint vorbei zu sein. Heute konnte man bei sonnig-kühlem Nordwest-Wetter wieder viele Kraniche durchziehen sehen (und hören), aber auch einige Gänse. Und der Gülper See ist mittlerweile wieder voll von durch­ziehenden und/oder über­winternden Enten, vor allem Reiher-, Pfeif- und Schell­enten; aus dem Schilf­gürtel in der Südwest-Ecke sind immer wieder Bartmeisen zu hören; auf den westlich angrenzenden Wiesen sind Kornweihe und Raubwürger regelmäßig zu Gast.

10.11.2007: Zur Zeit halten sich zwischen Deich und Großem Graben südlich von Gülpe jeweils dutzende von Silber­reihern, Mäuse­bussarden, Kiebitzen und Sturmmöwen auf, dazu mehrere Rauhfuß­bussarde und Kornweihen. Dafür sind hier kaum noch nordische Gänse zu sehen; auch auf dem Gülper See übernachten „nur“ noch ein paar Tausend.

28.11.2007: Immer noch rasten zwischen 5.000 und 10.000 nordische Gänse und mehrere 100 Graugänse im Bereich der Unteren Havel­niederung, besonders in der Havelaue bei Kuhl­hausen und Jederitz. Weil nördlich von Strodehne zeitweise größere Flächen über­schwemmt waren, hatten viele Gänse dort übernachtet; nach dem Rückgang des Wassers kommen die meisten nun wieder zum Gülper See. Hier verbringen zur Zeit auch etwa 160 Singschwäne die Nacht, die sich tagsüber vor allem in der Havel­niederung ab Strodehne und im Elb-Havel-Winkel verteilen.

20.12.2007: Die Singschwäne sind da! Nachdem die Durch­zügler im November bald wieder weitergezogen waren, halten sich nun an der „üblichen“ Stelle in der Großen Graben­niederung mindestens 100 Schwäne im flachen Wasser der teilweise über­schwemmten Wiesen auf – die genaue Zahl lässt sich wegen des hohen Grases kaum feststellen. Heute standen auch vier Kraniche dabei.

23.12.2007: Da der Gülper See zum großen Teil zugefroren ist, übernachten mittlerweile viele nordische Gänse in der teilweise über­schwemmten Havelaue (beispielweise bei Gülpe), wo sich inzwischen auch viele Singschwäne aufhalten. Silberreiher sind jetzt nur noch vereinzelt zu beobachten, Kornweihen nach wie vor regelmäßig.