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09.05.2021: Heute am frühen Morgen in der Großen Graben­niederung: Das Wasser steht noch recht hoch, ist aber doch an vielen Stellen flach genug für Limikolen – und von denen gab es auch tatsächlich überreichlich. Wegen Gegenlicht und großer Entfernung waren heute früh (außer den Kiebitzen natürlich) die meisten trotz Spektiv nicht zu erkennen; auf jeden Fall waren es jede Menge Bruch­wasserläufer. Hören konnte ich außerdem Rot- und Grün­schenkel.
Auffallend waren auch die Unmengen von Graugans-Familien – so viele habe ich hier bisher noch nicht einmal annähernd gesehen. Und wie schon so oft wunderte ich mich wieder einmal, dass die Seeadler dieses reichliche Nahrungs­angebot überhaupt nicht nutzen.
Daneben suchten auch mindestens 200 Kraniche, über die ganze Niederung verteilt, nach Nahrung. Wenn ein größerer Trupp laut rufend von einer Ecke in die andere flog, kam schon fast Herbst­stimmung auf. Die Revierpaare gingen dazwischen fast unter; auf einem Nest war ein Küken erst kürzlich geschlüpft, während das Geschwister noch im Ei steckte. An einer anderen Stelle streifte ein Paar mit einem schon etwas größeren Küken durch die Wiesen. Natürlich gab es noch viel mehr zu sehen, z.B. ein Schwarzstorch, der einen dicken Fisch fing, etliche Grau- und Silberreiher, sowie Fischadler, Schnatter- und Löffelenten, Schafstelzen, Schilf­rohrsänger und und …