Aktuelles

Herbst 2018: Im Herbst gab es keine aktuellen Mel­dungen; dafür steht hier nun eine kurze „Nachlese“.
Auch der Herbst blieb weit­gehend trocken, so dass der Wasser­stand im Gülper See bis in die zweite Oktober­hälfte niedrig blieb. So blieb der See während der ganzen „Saison“ das Über­nachtungs­gewässer für die auf ihrem Zug in die Winter­quartiere in der Region rastenden Kraniche. Während die ersten Gruppen bereits am 8.10. aufbrachen, hielt der Zuzug aus dem Osten und Nordosten auch danach noch an; bis Mitte Oktober stieg die Zahl der rastenden Kraniche auf etwa 12 bis 13.000.
Der niedrige Wasser­stand war auch ideal für viele Limikolen (Watvögel), die bis weit in den Oktober regel­mäßig am Südufer beobachtet werden konnten – wie immer am häufigsten Sand­regenpfeifer, Kampf­läufer und Alpen­strandläufer. Auch Kiebitz­regenpfeifer rasteten öfter als sonst am See, und eine Gruppe von etwa einem Dutzend Großen Brach­vögeln hielt sich über viele Wochen in der Gegend auf. Mit einem Säbel­schnäbler gab es auch wieder mal eine besondere Rarität. Wie auch in den letzten Jahren boten die auf dem Durchzug rastenden Rauch­schwalben gegen Mitte September wieder allabendlich ein atem­beraubendes Schauspiel, wenn sie sich zu etwa 100.000 (kein Tippfehler!) über dem See versammelten, bevor sie zum Über­nachten im Schilf am Nordufer verschwanden.
Die ersten nordischen Saat- und Blässgänse erschienen wieder pünktlich gegen Mitte September; bis die ersten größeren Scharen eintrafen, dauerte es diesmal allerdings bis Anfang Oktober. Auch weiterhin blieb die Zahl recht niedrig; die riesigen Scharen früherer Jahre, als zeitweise über 50.000 Gänse auf dem See über­nachteten, blieben diesmal aus.